„Können wir uns Kultur in Dortmund noch leisten?“

Manfred Sauer, Bürgermeister der Stadt Dortmund,

Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit, Mitglied im Beirat der City-Marketing Gesellschaft Dortmund und Aufsichtsrat Konzerthaus, hat bei uns einen Vortrag zum Thema“ Können wir uns Kultur in Dortmund noch leisten?“ gehalten.  Vortrag Kultur

Spätestens mit Beginn des 20. Jahrhunderts steht die Kulturelle Bildung vor der Herausforderung, die tradierten kulturpädagogischen Konzepte auch in ästhetischer Hinsicht durch den Einsatz neuer Medien neu zu konfigurieren.Neue Medien sind heute das zentrale Instrument gesellschaftlicher Kommunikation und von herausragender Bedeutung für soziale Interaktion und Teilhabe. Kinder und Jugendliche bewegen sich selbstverständlich in den digitalen Netzen, nutzen deren rezeptive und produktive Möglichkeiten. Kulturelle Bildung, die sich an der Lebenswelt ihrer Zielgruppen orientiert, muss diese Veränderungen auch konzeptionell aufgreifen und in ästhetische Prozesse einbinden. 

Der öffentliche Kulturauftrag wird heute nicht mehr als eine primär oder ausschließlich mit staatlichen Maßnahmen zu erfüllende Aufgabe begriffen, sondern als eine öffentliche Aufgabe unter Einbeziehung der Wirtschaft und des bürgerschaftlichen Engagements. Für die Umsetzung auf der kommunalen Ebene bedeutet dies vor allem die Unterstützung von Kunst und Kultur durch deren Förderung, die Sicherstellung ihrer infrastrukturellen Grundlagen, die Schaffung kulturfreundlicher Rahmenbedingungen und die Herstellung der Voraussetzungen für eine möglichst große Teilhabe der Bevölkerung am kulturellen Angebot ihrer Stadt.  Vortrag Kultur in Dortmund

Doch in Zeiten knapper Kassen steht die Förderung von Kultur häufig als erstes zur Disposition. Infolge dessen kam und kommt es zwar auch zu Kürzungen der Mittel für Theater, Bibliotheken, Musikschulen und anderen kommunalen Kultureinrichtungen. Betroffen sind aber auch die freien, häufig ohnehin mit sehr geringen Finanzmitteln ausgestatteten Theatergruppen und soziokulturellen Einrichtungen, während gewachsene institutionelle Strukturen über erhebliche Beharrungs- und Besitzstandskräfte verfügen. Somit stellt sich vor allem die Frage, wie die Ausgestaltung des öffentlichen Kulturauftrags trotz schwindender Finanzkraft stärker am gesellschaftlichen Bedarf ausgerichtet werden kann. Die vielen Fragen über die aktuellen Stadtprobleme konnte Bürgermeister Manfred Sauer umfassend beantworten. Die Teilnehmer staunten über seine Schlagfertigkeit.

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